Das Volumen der Onlinewerbung übertrifft 2011 erstmals die Zeitungs- und Fernsehwerbung. Damit wird das Internet zum größten Werbemarkt in Deutschland. Auch mobile Online-Anwendungen legen kräftig zu. Zu diesen Ergebnissen kommt der “German Entertainment and Media Outlook 2011–2015″, der jetzt zusätzlich auch als eBook verfügbar ist. PwC-Experten analysieren darin die Lage des deutschen Medienmarkts und zeigen die Perspektiven für einzelne Sektoren auf.

Die Unterhaltungs- und Medienbranche in Deutschland ist in 2010 auf den Wachstumskurs zurückgekehrt. Der Umsatz der gesamten Industrie stieg um 2,8 Prozent auf knapp 59,3 Milliarden Euro. Die Aussichten bleiben gut: Die Experten von PwC prognostizieren im “German Entertainment and Media Outlook 2011–2015″, dass die Branchenerlöse bis 2015 um durchschnittlich 2,9 Prozent jährlich zulegen und ein Volumen von 68 Milliarden Euro erreichen.

Onlinewerbung übernimmt Spitzenposition

Das Internet bleibt die Wachstumslokomotive im Medienbereich. Mittlerweile zählen 73,3 Prozent der Deutschen zu den Internetnutzern. Das Plus von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr geht vor allem auf eine stärkere Verbreitung bei den über 60-Jährigen zurück. Auch das mobile Internet verzeichnet einen rasanten Zuwachs. Neue Endgeräte, die in Kombination mit mobilen Datenflatrates die Internetnutzung unterwegs kostengünstig und einfach ermöglichen, gewinnen an Bedeutung.

Digitalisierung bietet große Chancen

Die Digitalisierung zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Medienbranche: “Zeitungen, Radiosender, ja sogar die Außenwerbung stellen inzwischen auf digitale Verbreitung um”, sagt Werner Ballhaus, Partner und Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC. Als Beispiel nennt er die digitalen Bildschirme an Bahnhöfen und Flughäfen, mit denen Werbung nach Tageszeit und Region flexibel angepasst werden kann. Digitale Vertriebswege und -formen setzen sich auch in anderen Segmenten immer stärker durch. Die vom Strukturwandel besonders betroffenen Zeitschriften und Zeitungen können im Internet neue Erlöse generieren und damit den Rückgang des traditionellen Geschäfts zumindest zum Teil wieder ausgleichen.

Werbemarkt erholt sich vom konjunkturellen Einbruch

Auf dem Werbemarkt hinterlässt die konjunkturelle Erholung 2010 positive Spuren. Das gesamte Werbevolumen stieg um 5,2 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro. Damit liegt der Umsatz zwar nach wie vor unter dem Niveau vor Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise. Für die kommenden fünf Jahre rechnen die Experten von PwC aber mit einem durchschnittlichen Wachstum des Werbevolumens von 3,2 Prozent pro Jahr. Der Anteil der Onlinewerbung am Werbemarkt vergrößert sich von 24 Prozent im Jahr 2010 auf 33 Prozent 2015. Die Verlagerung von Werbegeldern von traditionellen Medien ins Internet trifft insbesondere die Zeitungsbranche hart: Hier wird bis 2015 ein Rückgang der Werbeerlöse um durchschnittlich 1,9 Prozent jährlich erwartet.

Ausgaben der Konsumenten entwickeln sich stabil

Die Konsumentenausgaben entwickeln sich relativ unabhängig von konjunkturellen Schwankungen und nahmen dementsprechend im Jahr 2010 lediglich um 1,9 Prozent auf insgesamt 44 Milliarden Euro zu. Durch zunehmende Erschließung digitaler Vertriebskanäle können alle Mediensegmente von der steigenden Internetpenetration und der Verbreitung mobiler Endgeräte profitieren. Besonders dynamisch entwickelt sich die Videospielebranche mit jährlichen Zuwächsen von 5,9 Prozent im Durchschnitt.

Die Trends und Prognosen für die einzelnen Segmente im Überblick.

Bibliographische Daten

German Entertainment and Media Outlook: 2011-2015
Fakten, Prognosen und Trends für elf Sektoren der Unterhaltungs- und Medienbranche in Deutschland.

Autoren

Anastasia Hermann
Ken Arminger
Tim Feld
Dr. Reimar Müller
Jari Sengera
Sonja Tolsdorff
Stefan Werner Spiegel
Andrea Topphoff-Erpenstein
Constantin Vogel

Herausgeber

PwC, Frankfurt am Main

Bibliographie/Quelle

Oktober 2011
174 S.
DIN A4, Softcover
29 Abb.
64 Tab.
8 Gastbeiträge
ISBN: 3-934803-50-4

Verlag

Fachverlag Moderne Wirtschaft, Frankfurt am Main

Preis

90 Euro (PDF, EPUB, Kindle), 150 Euro (Print)


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