Ich frage mich immer wieder, was nach dem Web 2.0 kommen mag. Denn so kann es nicht weitergehen. Ja, Du hast richtig gelesen. Bloggen, twittern, Facebook und StudiVZ bewohnen – das kann einen Menschen auf Dauer auch nicht glücklich machen. Warum? Weil das alles zuviel Zeit kostet. Und weil es noch viele ganz andere Bedenken zum Thema “Web 2.0″ gibt.

Klingt alles ungewohnt, weil der Mainstream gerade anders tickt und man selbst ja doch schon ganz schön befangen ist. Daher der Sprung aus der Box. Das sind wir und schauen uns das Web 3.0 an. Als erstes wird es endlich mal was für mich tun und mir Zeit sparen. “Ich möchte bitte ein paar Adidas Superstars in Grösse 44 in weiß” – so und nun mein lieber Bot laufe los und hole sie mir, und zwar günstigst von dem Händler der am schnellsten liefert. So muß das laufen.

Software Agenten oder Bots waren vor Jahren schon mal in Mode. Zu früh – wir brauchen sie jetzt. Denn das Web 3.0 soll mal was für mich tun. “Date bitte alle meine Stati in allen sozialen Netzwerken up und lade alle meine Freunde heute abend zur Party zu mir nach Hause um 20.00h ein. Adresse hast Du ja.” Eine weitere Bitte an meinen virtuellen Assistent. Gut, kann man als New Yorker auch in Indien buchen, ist aber teuer und nur in USA verfügbar.

Der Einkauf für die Party wird übrigens von meinem anonymen Bot gemanagt, damit die Datenschutzprobleme auch gleich mit beseitigt sind. Früher wollten wir Fernsehen ohne Werbung, heute Shopping und Suchmaschinennutzung ohne Cookies und serverseitige Datenspeicherung. Bitte schön.

Geht doch alles – denn die Brains dafür haben wir. Und bitte belastet uns nicht mit Details wie Semantisches Web, Cloud Computing und was es sonst noch so alles an schönen Buzzwords gibt. Wir wollen einen intelligenten “Datensklaven” der das tut, was man ihm sagt – von mir aus technisch perfekt und mathematisch durchoptimiert. Keinen intelligenten Kühlschrank, sondern den der mir im iPhone den kürzesten Weg zur Bio-Milch im Regal zeigt. Der meinen Prius bei der Werkstatt anmeldet und mir nur noch den Termin zur Bestätigung schickt. Der die Amazon-Geschenkelisten meiner Freunde durchstöbert und mir drei Geschenke mit “One-click-”Kauf-Option zur Auswahl anbietet.

Ich will keine Zeiträuber und Datendiebe mehr. Ich will das Web 3.0 – hier und jetzt!

P.S.: Und ganz wichtig: für so einen Dienst wäre ich auch bereit, 5 Euro im Monat zu zahlen.


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COMMENTS / 2 COMMENTS

Ja, ich denke 5 Euro ist auch bei weitem genug.
Aber so einen digitalen Service Assistent könnte wirklich jeder gebrauchen, ein virtual Buttler, aber die Umsetzung stelle ich mir schwierig vor…

Ms added these pithy words on Oct 30 09 at 12:46

Gut, ich sag’ mal so: das hängt von den Schnittstellen ab. Die sollten offen und dokumentiert sein. Amazon, eBay, Google u.v.m. würden sich freuen, mehr User / Transaktionen zu haben. Sicher werden am Anfang nicht alle mitmachen, aber wer zuerst dient, verdient. Das dienende Web eben.

Frank Huber added these pithy words on Oct 30 09 at 12:53

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Was kommt nach dem Web 2.0? Ein Blick in die Zukunft des Web 3.0

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