Barack Obama hat wie kein anderer Präsidentschaftskandidat vor ihm auf das Web 2.0 gesetzt und gewonnen. Ein Beleg mehr dafür, dass das Web 2.0 wichtiger denn je ist. Barack Obama hat die ganze Breite der Web 2.0-Dienste für seine Social Media-Kampagne genutzt:
Angefangen bei YouTube über Social Networks, Twitter, seine Online Community My.BarackObama inklusive Blog, viralen Videos bis hin zu Wikis und anderen kollaborativen Tools für die Kampagnen-Organisation wurden alle Register gezogen. Aber nicht nur die Kommunikationsmittel waren auf das neue Web ausgerichtet, sondern auch die stark dialogorientierte Tonalität.
Dazu trat die überaus starke Berichterstattung in den US-Politik-Blogs – und auch eine Premiere: auf Twitter. Der Microblogging-Dienst hat für die Wahl sogar eine eigene Kopfnavigationsleiste eingeführt – ein Novum, der Twitter zum Newsticker gemacht hat, der in Echtzeit alle relevanten Infos für potenzielle Wähler lieferte.
Auch in Sachen Wahlforschung wurden bei der aktuellen Präsidentschafts-Wahl in den USA alle Web 2.0-Register gezogen. So wurde Web 2.0 Statistik- und Umfrage-Tools umfangreich genutzt. Tobias Moorstedt hat auf Spiegel Online eine Auswahl zusammengetragen, die vom real-time Twitter Election Bot über nutzergenerierte Wahl-Widgets bis hin zu Political Dashboard von Yahoo! News reicht.
PR-Experte Ed Wohlfahrt kommt zu folgendem Schluss, was die Auswirkung der Nutzung des Web 2.0 im Rahmen des Wahlkampfs angeht:
Meiner Einschätzung nach haben Soziale Medien den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl 2008 entscheidend mitbestimmt. Obama ist es wie keinem anderen Kandidaten vor ihm gelungen, die Kraft des neuen Internets für sich und seine Kampagne zu nutzen. Wie immer seine Performence als US-Präsident auch aussehen wird, der Stil und die MIttel seiner Kampagne werden als Best Practice nachwirken und zukünftige Wahlkämpfe, wo auch immer sie stattfinden, entscheidend beeinflussen.
Einen guten Überblick über den US-Wahlkampf und die Blogosphäre gibt übrigens auch Gedankensolo.
P.S.: Mehr Beispiele für die Relevanz des Web 2.0 gefällig? Hier, hier und hier.
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- « Fuzzy audience oder das Schwinden von Marken- und redaktionellen Einflüssen
- » Das Web 2.0 als Herausforderung für die Organisation von Unternehmen
- BROWSE / IN Web 2.0 Praxisbeispiele
- « Blogactiv: Die EU-Blog-Initiative
- » Barack Obama: der Präsident des Web 2.0
COMMENTS / 11 COMMENTS
US-Wahlen und die Blogosphere « Gedankensolo added these pithy words on Nov 05 08 at 10:23[...] Barack Obama und das Web 2.0 sind die Sieger der Wahl [...]
Finanzkrisen-Ticker « Citizen-Net added these pithy words on Nov 05 08 at 14:51[...] 05.11.2008 USA, Wahlsieg für Barack Obama und das Web 2.0 [firstmedia.de] [...]
Barack Obama gewinnt! - SEO, SEM und Affiliate Marketing added these pithy words on Nov 05 08 at 18:09[...] bin natürlich nicht der einzige, der darüber berichtet. Bookmarken [...]
Media-Blog » Blog Archive » Barack Obama: der Präsident des Web 2.0 added these pithy words on Nov 10 08 at 13:20[...] Barack Obama kann schon heute als der Präsident des Web 2.0 bezeichnet werden. Oder als der Präsident, der aus dem Web 2.0 kam. Oder als derjenige, der durch das Web 2.0 zum Präsident der USA und mächtigsten Mann der Welt gewo…. [...]
Finanzkrisen-Nov2008 « Citizen-Net added these pithy words on Nov 17 08 at 19:52[...] USA, Wahlsieg für Barack Obama und das Web 2.0 [firstmedia.de] [...]
Walljet added these pithy words on Nov 05 08 at 11:08Das Ende des Wahlkampfes hat auch im Web2.0 etwas Gutes. So ist seit heute morgen auf Twitter wieder das Gesicht von Mac-Evangelist Guy Kawasaki zu sehen – was es doch in der heissen Wahlkampfzeit mit einem Obama-Icon verziert.
Nun muss das Web2.0 auch beweisen, dass es nicht nur bloggen, twittern und Menschenmassen zur Wahl aktivieren kann. Jetzt liegt es an jedem einzelnen Amerikaner auch das Beste daraus zu machen und ihn zu unterstützen.
New York ist nicht gleich der Rest der USA und das gibt es bestimmt noch viel “Umerziehungsarbeit” zu leisten
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Welche Obama-Domainen sind eigentlich noch frei?
Netzwerker added these pithy words on Nov 05 08 at 14:24Ich glaube wirklich, dass es das Netz war, was Obama den Sieg in diesem Wahlkampf beschert hat. Zu dem Schluss kommt auch die Baseler Zeitung: http://bazonline.ch/digital/internet/story/10670616
und ProDialog hat passend dazu gleich ein Buch veröffentlicht, dass die Wahlkampfstrategien von Obama analysiert, vor allem auch in Bezug auf die neuen Medien und “social Wahlkampf”: http://prodialog.org/content/publikationen/buecher/obama
Roland Kopp-Wichmann added these pithy words on Nov 06 08 at 10:05Habe zu dem Thema auch einen Blogartikel geschrieben: “Was männliche Fuehrungskräfte von Obama lernen können.” http://tinyurl.com/6×9sbd
Frank Huber added these pithy words on Nov 06 08 at 10:12@Roland Allein der Titel ist schon Klasse – toller Blogpost, Danke!
Michael Balk added these pithy words on Nov 07 08 at 11:42Wahrlich wie kein anderer hat Obama die neuen Medien sich zu gunsten gemacht. Der Schritt in die richtige Richtung wurde getan. Jetzt liegt es an den Bürgern selbst. Aber auch deutsche Politiker nutzen das ‘neue’ Web um die Wähler wieder für die Politik zu interessieren. Gut so. Weiter so.
Pascal added these pithy words on Nov 10 08 at 1:50Allein deswegen ist Obama schon mein Favorit gewesen.. und weil er maximalpigmentiert ist O:-)
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