Früher war alles ganz einfach. Die Zuschauer und Leser haben ganz bestimmte Medien genutzt, ganz bestimmte Marken konsumiert und ganz bestimmten Themen gelauscht. Wer das System verstanden hat, konnte es entsprechend nutzen und in seinem Sinne beeinflussen. Eine einfache Welt, die leider aber zunehmend verschwindet. Das Web 2.0 ist der beste und v.a. lebende Beweis.

Denn heute regiert der Zuschauer und Leser. Er hat die Medien demokratisiert, ohne jemand zu fragen. Er macht die Marken so wie er sie will. Er fordert eine neue Offenheit oder wendet sich ab. Er bleibt nicht lange, ist wählerisch und wechselhaft. Wie ein Schwarm kommt er in Scharen oder bleibt plötzlich aus. Die Fuzzy audience bestimmt das Bild – heute hier, morgen dort, aber stets in Echtzeit und gut informiert.

Ein Alptraum für viele aus der Alten Welt. Der berechenbaren, steuerbaren Welt. Ein Paradies dagegen für kreative Geister, für opend minds, für Regenmacher. Die sich beteiligen, einen Beitrag leisten, mit Kritik umgehen können und diese als Chance sehen. Die ihre Gedanken weit hinaus in die Welt tragen, die Freiheit aushalten und ihre eigenen Ideen haben.

Was für eine tolle Welt – man sollte sie kennenlernen. Und dann für sich, sein Unternehmen und seine Marken sowie sein Kommunikationskanäle daraus lernen. Denn die Zeit läuft und das einzig Konstante in unserem Feld der Kommunikation ist der Wandel.


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Fuzzy audience oder das Schwinden von Marken- und redaktionellen Einflüssen

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