Das Statistische Bundesamt (Wiesbaden) erhebt künftig, wie sich die Preise der Medien für die Verbreitung von gewerblicher Werbung sowie für kreative Leistungen der Agenturen für ihre Auftraggeber verändern. Auch die Preise für Markt- und Meinungsforschung werden systematisch beobachtet. Das Projekt geht auf eine Verordnung der EU an ihre Mitgliedsländer zurück.
Die Kosten für Werbeschaltungen in den Medien sind im Jahresdurchschnitt 2007 um 2 Prozent und für Markt- und Meinungsforschung um 1,4 Prozent gestiegen. Die Preisentwicklung beider Geschäftsbereiche lag damit unter dem Verbraucherpreisindex von 2,3 Prozent.
Der saisonale Verlauf der Quartalsdaten der Medien-Streukosten für kommerzielle Werbung zeigt deutliche Abweichungen und lässt Schlussfolgerungen zu, wann Anzeigen, Spots uns Plakate am preisgünstigsten verbreitet werden können.
So rangierten die ersten drei Monate des vergangenen Jahres mit 96,9 Index-Punkten und die Sommermonate mit jeweils 97,1 Zählern unter dem Jahresdurchschnitt. Die Werte für die Zeitspannen April bis Juni (104,6 Punkte) sowie Oktober bis Dezember (109,4 Punkte) lagen bei den Medienkosten deutlich darüber. In den Index fließen nicht nur die Veränderungen der Listenpreise der Medien, sondern auch für Tausender-Kontakte und Tausender-Auflage ein.
Im ersten Quartal des laufenden Jahres stiegen die Kosten für die Verbreitung von Werbung im Vorjahresvergleich um 4,2 Punkte auf die Index-Höhe von 101,2.
Das Statistische Bundesamt kündigte bis spätestens Ende Dezember die Publikation des Gesamtindexes für den Wirtschaftszweig Werbung an, also unter Einbeziehung der Preisentwicklung kreativer Leistungen.
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COMMENTS / 2 COMMENTS
Hugo E. Martin added these pithy words on Oct 23 08 at 21:35Dem ZAW hält diese zusätzliche Informationsquelle (EU Vorgabe) für vollkommen überflüssig … solche Nachrichten könnten die Werbetreibenden zusätzlich verunsichern
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Frank Huber added these pithy words on Oct 24 08 at 10:12Na ja, ich glaube die Werbetreibenden sind mündig genug – aber natürlich eine gute Frage, wem so was nutzt. Denn die Preise kennt ja jeder Werbetreibende wohl am besten.
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