Marko Ahtisaari ist der Sohn des Friedensnobelpreisträgers Martti Ahtisaari aber doch ein eher dem Business zugeneigter Typ. Ich habe Marko auf der DLD07 kennen lernen dürfen und er hat mich damals schon sehr beeindruckt, da er die Zeichen der Zeit erkannt hatte und Andersons Freeconomics Ideen direkt mit seinem Gratis-Mobilfunker Blyk in die Tat umgesetzt hat.
Marko Ahtisaari hat schnell erkannt, dass mit Gratis-Mobilfunk Geld zu verdienen ist, denn die Blyk-Kunden erklären sich bereit, sich bis zu sechs MMS mit Werbung täglich zusenden zu lassen. Dafür gibt’s in Großbritannien 43 freie Gesprächsminuten und 217 Gratis-SMS monatlich von Blyk.
Ein Angebot, dass inzwischen mehr als 200.000 Jugendliche im Alter von 16 bis 24 Jahren in Großbritannien genutzt wird. Und nur dieser sehr handy-affinen Altersgruppe steht Blyk offen.
Die Kampagneneffizienz ist beeindruckend: “Bei einer Kampagne für ein Buch von Nick Hornby haben 64 Prozent per Handy den Verlag kontaktiert.” Bereits mehr als 1000 Kampagnen wurden durchgeführt, alle mit sehr hoher Zielgenauigkeit der Werbebotschaft.
Doch alleine Werbung würde nicht ausreichend Umsätze generieren. Das Blyk-Modell eigent sich nur für Netzbetreiber, weil die auch Terminierungsentgelte für eingehende Gespräche kassieren können. Blyk verhandelt derzeit in Deutschland mit einem Netzbetreiber über die Beteiligung an dieser Einnahmequelle. Wenn die Aufteilung erfolgt ist, steht dem Start des Gratis-Mobilfunkers Blyk in Deutschland in 2009 nichts mehr im Wege. Eine Voranmeldung mit Infos zum Start ist bereits möglich.
Denn eines ist sicher: 9,5 Mio. junge Leute zwischen 16 und 24 Jahren in Deutschland warten schon sehnsüchtig darauf, keine Handyrechnung mehr zu erhalten.
- BROWSE / IN TIMELINE
- « Procter & Gamble verkauft Konsumgüter direkt übers Web
- » Wie Marken durch Konsumentenansprüche neu definiert werden
- BROWSE / IN Freeconomics Mobile Media
- « Google Android-Phone T-Mobile G1 von HTC schon vor Verkaufsstart ausverkauft
- » Microsoft Office Web: werbefinanziertes Office-Paket kostenlos im Web
COMMENTS / 5 COMMENTS
Sachar added these pithy words on Oct 20 08 at 11:44Warum nur diese Altersbeschränkung?
Ist das etwa die Definition einer neuen werberelevanten Zielgruppe?
Frank Huber added these pithy words on Oct 20 08 at 11:48Marko Ahtisaari nennt drei Gründe:
Das Kommunikationsverhalten dieser Zielgruppe sei optimal. Zum einen spare es Kosten bei der Nutzerakquise. Zum anderen sei für Jugendliche die Textkommunikation per Handy gang und gäbe.
Ein vierter Grund: die Werbeakzeptanz ist angesichts des doch geringeren Einkommens und der vielen Freizeit dieser Gruppe eher hoch.
Sachar added these pithy words on Oct 20 08 at 11:50Ich bin 28 und meine, nicht zu alt zu sein für so einen Dienst.
Aber gut.
Frank Huber added these pithy words on Oct 20 08 at 12:14Ich denke, die werden relativ schnell die Altersgrenzen neu definieren. Denn mit dem Alter steigen die Haushaltsnettoeinkommen …
Karina added these pithy words on Oct 21 08 at 10:55Das kann ich ja nicht glauben….die sind doch b……t . Das klingt ja fasst so wie bei vielen Stellenausschreibungen: Renommierte Firma sucht einen erfahren Mitarbeiter mit 50 Jahren Berufserfahrung die Altersgrenze liegt bei 20-24 Jahren…..einfach lächerlich unser Gesellschaft und ihr Gebaren macht vor nichts mehr halt. Da fühlt man sich bereits mit 28 Jahren auf Abstellgleis geschoben und Ältere gehören demnach in Grab?
SPEAK / ADD YOUR COMMENT
Comments are moderated.


Recent Comments