Die Bloggerin Kirsten Brodde hat ihren Protest gegen Hungerlöhne, Kinderarbeit und die Verantwortung von großen Konzernen kreativ verpackt. Sie bestellte bei Tchibo T-Shirts mit ungewöhnlichem Schriftzug: “Gefertigt für Hungerlöhne” und stellte sich mit dem T-Shirt in signalrot vor die Hamburger Tchibo-Filiale am Rathausmarkt. Um wie im Web mit den Menschen zu diskutieren.
So wie der amerikanische Student Jonah Peretti. Peretti hatte 2001 Schuhe mit dem persönlichen Schriftzug “Sweatshop” gewählt, was so viel wie “Ausbeuterbetrieb” bedeutet. Nike hat den Wunsch damals wiederholt abgelehnt, woraufhin Peretti den Briefwechsel mit dem Konzern ins Internet stellte und quasi über Nacht bekannt wurde.
Alles weitere zu der Guerilla-Aktion und wie Tchibo reagiert hat beim Spiegel Online.
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Tchibo, Hungerlöhne und das T-Shirt | Wissen belastet added these pithy words on Jun 20 08 at 8:46[...] bei Media-Blog. Diese Icons verzweigen auf soziale Netzwerke bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit [...]
Guido Stepken added these pithy words on Jun 21 08 at 14:49Hallo!
Ich weiss nicht genau, wie Tchibo intern organisiert ist, jedoch müssten die Projektleiter solche Problemchen, wie Sie sie gestartet haben, recht einfach lösen können, spieltektonisch korrekt (siehe auch “Mechanismus Design Theorie”).
Ich z.B. hätte an Stelle von des verantwortlichen Projektleiters eine Presseerklärung herausgegeben, dass Tchibo selbstverständlich den Code Of Conduct erfüllt und würde erst einmal den Fehler (unabhängig davon, ob es einer war, oder nicht) “zugeben”, die Aktion presse – und medienwirksam einstellen.
Und dann würde ich mir eine Kamera und ein paar Reporter schnappen, die Mißstände alle fotografieren, filmen und zwar schonungslos mit allen Details und diese Bilder und Filme für die Presse global frei geben.Und dann würde ich 2€ pro T-Shirt drauf schlagen und persönlich dafür garantieren, dass diese 2€ für jedes T-Shirt dann auch den Mitarbeitern ausgezahlt werden, die Mißstände damit aktiv behoben werden.
Und dann überall folgende Plakate aufstellen: Mit dem Kauf eines Tchibo-T-Shirts können sie gegen diese Mißstände etwas aktiv tun!
Was denken Sie, wie der vermeintliche Schuß gegen Tchibo dann Guerilla-mäßig für Tchibo nach vorne losgeht? Berichte in allen Medien, global.
Und dann würde ich meine Produktionsstätten ausweiten, in anderen Ländern dieselbe Aktion starten. Erst warten, bis jemand auf die Misstände medienwirksam hinweist, und dann Profit daraus schlagen.
Diese Prozesse zu gestalten, dass hinterher für alle etwas Positives dabei herauskommt, nennt sich Spieltektonik. Eine Dynamik ist gewünscht, wie muss man die Prozesse und Regelwerke dazu gestalten, damit genau diese Dynamik zustande kommt? Eine neue Wissenschaft, siehe http://www.spieltektonik.de
Siehe auch http://www.scribd.com/doc/3327377/GuerillaMarketingSpieltektonik
Mit amüsierten Grüssen, Guido Stepken
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