Das Business der Videoplattformen dreht sich immer mehr um die Exklusivität der Inhalte, die dadurch zu exklusivem Premium Content werden. Das kostet natürlich Geld. Dieses Geld will sich Sevenload von der Börse holen:
Mittelfristig sei sogar ein Börsengang geplant, bestätigte Sevenload-Geschäftsführer Schmiegelow dem “Handelsblatt”. Allerdings nicht vor 2009. Bis dahin soll die neue Strategie mit Fokus auf Premium-Content vorallem beim Werbemarkt fruchten: Mit maßgeschneiderten und redaktionell betreuten Channels erhofft sich Sevenload höhere Werbepreise realisieren zu können. Insbesondere die redaktionelle Betreuung soll – anders als bei rein technischen Mechanismen – verhindern, dass sich in einem Autochannel beispielsweise Unfallvideos finden, die Werbekunden verschrecken könnten. Dennoch soll Sevenload eine offene Plattform für alle Inhalte bleiben.
Sevenload plant zudem eine internationale Expansion – der Finanzbedarf dürfte dadurch noch weiter steigen. Allerdings ist das strategisch alles richtig: Reichweite aufbauen, den Traffic in Premium-Content Channels bündeln und so veredeln, eine gute Idee.
Axel Schmiegelow, der selbst bloggt, ist damit auf dem besten Weg zum Thomas Middelhoff 2.0 zu werden, der im Sevenload-Erfolgsfall beste Chancen hat, mit Christiane zu Salm mal auf Augenhöhe in einem Vorstand über Themen wie “Monetarisierung oder Reichweite” zu diskutieren. Die crossmedialen Potenziale des Burda-Medienportfolios dürften enorm sein. Mal sehen, was den beiden da so einfällt.
Schmiegelow jedenfalls hat seinen Varian gelesen und weiss, was “Natural Leadership” heisst. Mit dem Geld von der Börse könnte er die Erfolgsgeschichte von Onvista nicht nur wiederholen, sondern auch einen neuen Standard setzen: für eine profitable europäische oder gar internationale Videoplattform. (Nach eigenem Bekunden erreicht Sevenload in 2008 übrigens die Gewinnschwelle / den Break-Even-Punkt).
[via Basic Thinking Blog]
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COMMENTS / 2 COMMENTS
Axel Schmiegelow added these pithy words on Jun 19 08 at 13:53Lieber Frank,
Danke für die Blumen – aber vielleicht ein oder zwei Klarstellungen in eigener Sache:
1) Für “sevenload plant Börsengang” ist es mit Sicherheit noch zu früh, ich hatte dem Handelsblatt nur gesagt, für uns ist die Beschäftigung damit frühestens 2009 ein Thema.
2) Davon, “Thomas Middelhoff 2.0″ zu sein oder “im Vorstand auf Augenhöhe mit Christiane zu Salm” zu sprechen, bin ich noch viel weiter entfernt. Bei Christiane zu Salm liegen einige erfolgreiche Aufbau- und Exitgeschichten dazwischen und bei Herrn Middelhoff fehlt bei mir schon der Konzernhintergrund.
Jedenfalls werden wir versuchen, Deine Vorschusslorbeeren zu rechtfertigen.
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Frank Huber added these pithy words on Jun 19 08 at 19:10Klar, Axel, dass das eher eine Ankündigung zu PR-Zwecken war. Aber ich finde es gut, dass mal jemand ein Unternehmen im Web 2.0-Bereich an die Spitze führen will und eine Vision hat. Ich finde das sehr innovativ und sehe meine Vorschusslorbeeren auch als zwar subjektive, aber berechtigte Sicht der Dinge an – macht weiter so!
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