Die aktuelle Debatte um die gebührenfinanzierten Aktivitäten der Öffentlich-Rechtlichen im Internet hat gezeigt, wie rückständig die Argumentation und wie wenig innovativ die Begründung für diese Eingriffe in den Rundfunkmarkt ist. Selbst die EU kritisiert inzwischen die öffentlich-rechtlichen Internetpläne.

Denn es gibt m.E. nach wie vor keine Gründe für eine Gebührenfinanzierung von Internet-Aktivitäten. Die von mir genutzten Angebote Focus.de, Spiegel Online und FTD.de, meine Blogs und Foren sind für mich und Millionen Internetuser die Grundversorgung.

Für mehr bin ich nicht bereit, Geld auszugeben – denn im Internet gibt es (trotz vieler Unkenrufe) aufgrund des Wettbewerbs genügend guten deutschsprachigen Journalismus.

Wer nach Vorbildern für eine Gebührenfinanzierung und damit “Pauschal-Paid-Content” sucht, der braucht sich nur umzusehen und findet ein Vorbild: Steve Jobs. Er ist die GEZ – denn er bietet via iTMS seine DRM-geschützten Inhalte mit Erfolg an. Und verdient Millionen. Und das nicht mit Schund, seichtem Kram oder Sex.

Sondern mit sauberen Inhalten. Das Internet als Medienmarkt funktioniert also, man muss nur das Ausschlussprinzip mal anwenden. Wenn ich wie die Öffentlich-Rechtlichen alles verschenke, klar dann brauche ich eine Gegenfinanzierung über Gebühren. Aber dann können das auch die Privaten gleich selbst machen und wir sparen uns Unmengen an Bürokratie.

Denn dann sind wir genau wieder bei meiner Idee von der Infoflatrate: alle Inhalteanbieter tun sich zusammen und gründen (wie die dpa auf der Contenterstellungsseite) eine private “GEZ” bzw. eher eine VG Text und geben eine Info Super Pass raus, der z.B. für 9 Euro pro Monat alle Internetinhalte “for free” zugänglich macht.

Das wäre mal innovativ!


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DRM vs. GEZ: warum Steve Jobs kein GEZ-Mitarbeiter, aber trotzdem ein Vorbild ist

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