Myspace und Facebook konkurrieren buhlen in Sachen Datenportabilität um die User. Der Grund für diese durch den US-Blogger Robert Scoble ausgelöste Debatte (samt Facebook-Rauswurf) und anschliessende Kehrtwende zur Offenheit wird v.a. in höheren Online-Werbeeinnahmen gesehen.
Das jedenfalls behaupten die Protagonisten der neuen Offenheit sozialer Netzwerke. Doch ich glaube nicht, dass durch den Export von Profilen wirklich mehr Traffic entsteht, weil es sich um ein Nullsummen-Spiel handelt. Erst wenn insgesamt mehr neue User soziale Netzwerke nutzen, wird ein Positivsummen-Spiel und Mehrwert im Sinne von mehr Werbeeinnahmen daraus.
Denn Datenportabilität führt bei den Bestandsusern nur zur Verschiebung von Marktanteilen – man wechselt eben mal die Plattform, aber der Tag hat immer noch 24 Stunden. Zudem kommt es für den konkreten Nutzen der Datenportabilität auf offene Standards an und die Zahl der Partner, die den Austausch auf einer “Meta-Plattform” ermöglichen.
Facebooks Walled Garden bleibt dank proprietärem Facebook Connect und einem Partner namens Digg immer noch ein ziemlich eng abgegrenztes Biotop – und wird so nie eine Ökosphäre. Beispiele wie Apple belegen, dass auch so eine Strategie aufgehen kann. Aber dafür muss man Innovationsführer sein und bleiben – eine Aufgabe die Mark Zuckerberg bisher ganz gut gelöst hat.
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