Viele haben es noch nicht gemerkt – doch die Website ist tot. Sie ist nicht mehr relevant für User, da User ihr Such- und Surfverhalten geändert haben. Sie haben schnell gelernt, dass es viel einfacher und schneller ist, ein RSS-Feed zu abonnieren, als auf einer Website etwas zu suchen.

Blogger wissen das schon lange, denn Sie nutzen RSS intensiv, um ihre Stammleser schnell mit Posts zu versorgen. Browser wie Firefox mit ihren dynamischen Lesezeichen erübrigen die Installation von RSS-Reader-Software. Für User ist der RSS-Bezug damit so einfach geworden wie der Besuch einer Website.

Ganz vorne in Sachen RSS mit dabei: Netvibes, Pageflakes, Yahoo Pipes und all die anderen Aggregatoren-Konzepte, die das Leben so einfach und Websites so obsolet machen. Social Networks machen es vor – Portale und eCommerce-Plattformen machen es nach. Ohne RSS geht nichts mehr.

Heisst das also, dass man seine Website v.a. als kleines Unternehmen abschalten kann? Nein, wichtige Basisinformationen (wie z.B. Kontaktdaten) sollte man stets mit eigener Domain im Web anbieten. Gepaart mit einem RSS-fähigen Blog oder CMS kann man dann anfangen selbst in der neuen RSS-Welt mitzuspielen.

Und sich spannende Inhalte dafür auszudenken. Denn nur die eigenen Rubriken via RSS zu verteilen ist todlangweilig. Konzipieren Sie lieber aktuelle Inhalte, die Ihre Besucher interessieren. Oder werben Sie da, wo Sie diese aktuellen Inhalte finden. Das spart Kosten für die Erstellung der Inhalte und den Betrieb einer komplexen, eigenen Website. Wie gesagt: es ist alles wirklich sehr einfach geworden.


COMMENTS / 4 COMMENTS

ich denke, nicht die moderne Website als Kommunikationsplattform ist tot, sondern eher die ”Homepage”, die als Insel autark im Web-Meer schwimmt, hat ihre Endzeit erreicht. Ihr sollte man auch nicht nachtrauern, weil sie in den meisten Fällen nicht auf den Dialog mit ihren Besuchern ausgerichtet war. Gruss aus Mittelhessen Wilfried J. Klein freier Journalist Neue Medien

Wilfried J. Klein added these pithy words on May 12 08 at 17:31

Dem stimme ich zu – nur RSS ist eigentlich auch kein Dialog, sondern eher ein Monolog. Aber scheinbar ein deutlich spannenderer und zielgerichteter als eine Homepage-Insel, die niemand kennt und besucht.

Frank Huber added these pithy words on May 12 08 at 19:04

RSS selbst ist natürlich ein Monolog, lädt aber zum Besuch der Website ein und ist somit die Einladung zur Interaktion, wenn die Website entsprechende Möglichkeiten bereithält. Für mich ist das abonnieren von Feeds auch sehr spannend, weil einem so weniger ‘durch die Lappen’ geht :-)
Gruss, wjk

Wilfried J. Klein added these pithy words on May 12 08 at 21:43

In Punkto RSS gibts Engelchen und Teufelchen…das Teufelchen gibts hier: http://blog.firstmedia.de/?p=723

Stefan added these pithy words on May 20 08 at 18:09

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Die Website ist tot. Es lebe RSS.

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