Myspace ist angesichts des Facebook-Erfolgs und seiner eigenen enttäuschenden Entwicklung zu strategischen Schritten gezwungen, die auf den ersten Blick recht kontraintuitiv sind. Denn statt die Lock-in-Effekte und die Wechselkosten zu erhöhen, senkt Myspace sie durch eine Öffnung. Diese neue “Data Availability” genannte Freiheit soll Myspace attraktiver und zur Hauptadresse für die Verwaltung von Userdaten werden lassen.
User werden damit gelockt, dass sie ihre Daten jederzeit auch wieder aus Myspace herausbekommen und nicht gefangen sind. Ein cleverer Ansatz, der dem User nutzt aber auch zeigt, wie wenig Myspace dem aufkommenden “Facebook-Standard” entgegen zu setzen hat.
Die Liste der Partner von MySpace ist ansehnlich: neben Yahoo, Ebay, Twitter ist auch die zum News Corp. gehörende Foto-Website Photobucket mit dabei. Nur Facebook eben nicht.
Myspace hofft, mit der Data Availability-Initiative für viele Nutzer zum zentralen Ort zu werden, wo sie ihre Daten speichern um sie von dort aus an andere Websites zu verteilen. Diese Radnabenfunktion soll unter anderem dazu dienen, die Umsätze mit Online-Werbung zu steigern. Ob die Strategie jedoch aufgeht, bleibt fraglich.
MySpace leidet nämlich – was ungewöhnlich für Social Networks ist – unter einem ziemlich starken Besucherrückgang. Hitwise berichtete, dass im April 16 Prozent weniger Nutzer in den USA das Angebot besucht hätten als im Vorjahr. Keine guten Nachrichten für Murdochs soziales Netzwerk.
Vor allem nicht hinsichtlich der Geschäftszahlen – dazu die FTD:
Rupert Murdochs Augapfel verfehlte dennoch die ehrgeizigen Umsatzziele: News Corp. warnte am Mittwoch, dass die Sparte Fox Interactive Media (FIM), zu der Myspace gehört, den angepeilten Jahresumsatz von 1 Mrd. $ um zehn Prozent oder 100 Mio. $ verfehlen würde. Das hätte einem Umsatzzuwachs von 80 Prozent entsprochen. Grund sei die Schwäche im Online-Anzeigenmarkt, teilte News Corp. mit. Auch macht Myspace das rasante Wachstum von Rivalen wie Facebook und Bebo zu schaffen, die wie die in Beverly Hills beheimatete News-Corp-Tochter mit Online-Werbeangeboten Geld verdienen wollen und um Werbebudgets kämpfen.
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Media-Blog » Blog Archive » Facebook Connect: die Antwort auf die Öffnung von Myspace added these pithy words on May 10 08 at 15:14[...] hat keinen Tag gedauert, schon steht Facebooks Antwort auf die Öffnung von Myspace fest. Sie heisst Facebook Connect und erlaubt ebenfalls die Nutzung von Userdaten über [...]
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