Auch ein zweites Leben geht einmal zu Ende: Die Deutsche Post und Mercedes-Benz verabschieden sich aus Second Life. Das Engagement der beiden Konzerne hat damit ein schnelles Ende gefunden – genauso wie der Hype um die virtuelle Welt, der sich nun scheinbar in nichts auflöst.

Bereits vor längerer Zeit hatten sich der Computerhersteller Dell und die Hotelkette Starwood von der Plattform verabschiedet. Bereits im August 2007 stellte Adidas seine Aktivitäten in Second Life ein.

Das stille Ende von Second Life wurde zudem durch Negativ-Schlagzeilen wie Markenfälschungen, Kinderpornographie und Missbrauchsdelikte beschleunigt worden. Das Schmuddel-Image liess sich dann doch nicht mit der Corporate Identity all zu vieler namhafter Großkonzerne vereinen.

Doch meine Analyse stand ja schon lange fest: Second Life war nie von einer hohen Reichweite geprägt. Mit einem Tapeziertisch in der Münchner Fußgängerzone konnte man selbst in Spitzenzeiten mehr reale Menschen und Kunden als anonyme Avatare aus aller Herren Länder in Second Life erreichen. Die Kosten-/Nutzenrechnung eines derartigen Unterfangens zur Kundengewinnung kann sich ja jeder selbst aufmachen.


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Das stille Ende von Second Life: Deutsche Post und Mercedes-Benz verabschieden sich

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