Nach dem Flop von Facebooks Modell der personalisierten Werbung (”Beacon”) regt sich nun auch Kritik an XINGs neuem Werbemodell, ein Modell das eigentlich der Senkung der Nutzergebühren dienen sollte.
Der Hauptkritikpunkt: Premium-User finde es wenig amüsant, wenn auf ihren ureigenen Profilseiten im Sichtbereich (”above the fold”) plötzlich kontextbezogene Werbung z.B. von Mitbewerbern auftaucht.
Einen derartigen Fall hat Werbeblogger dokumentiert – und kommentiert: “Die Einführung der Werbung mit Hilfe des neuen Vermarkters von Xing ging gelinde gesagt kommunikativ in die Hose.” Privatheit und Werbefreiheit sind Werte, die v.a. zahlende Premium-User schätzen – doch bei XING scheint man eine größer werdende Distanz zu den eigenen Usern zu spüren.
Robert Basic berichtet, dass jetzt wenigstens eine Opt-out Option für Werbung in Bezug auf XING Premium-Accounts eingeführt wurde.
Fraglich bleibt allerdings das Motiv, das dazu geführt hat, die zahlenden Premium-Kunden so zu behandeln. Es können eigentlich nur (überzogene) Renditeerwartungen der Investoren sein, die zu so etwas führen. Eine klare Trennung in “Premium = werbefrei” und “Free Member = kontextbezogene Werbung” wäre meines Erachtens sauberer und sinnvoller gewesen.
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Hans added these pithy words on Mar 29 09 at 18:35Werbung gehoert mal zum Internet und die Firmen müssen ja auch die Kosten irgendwie für Server etc. auch finazieren.
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