Der Datenaustausch zwischen Social Networks ist meist kaum möglich – und Firmen wie Facebook schaffen es so, immer mehr User in ihren Walled Garden zu locken. Dort verweilen die User gerne sehr lange – verwöhnt von jeder Menge Killer-Features wie z.B. Widgets, Mini-RSS-Feeds und vielen tollen und lustigen Geschenke-GIFs.

Doch viele Player und Facebook-Mitbewerber haben inzwischen Angst die Kontrolle über die Aufmerksamkeit der User zu verlieren und wollen nun mit Open Social den Datenaustausch zwischen den Plattformen und Social Networks ermöglichen.

Das würde Klassenprimus Facebook, der sich inzwischen in der Nutzergunst sehr nahe an MySpace herangearbeitet hat, sicher schaden und dessen Netzwerkeffekte schwächen.

Open Social könnte das erreichen und wird u.a. von Google, Friendster, Salesforce. com, Oracle und XING unterstützt. Gemeinsam will man drei umfassende Programmierschnittstellen entwerfen, die zentrale Datensätze von Netzwerken austauschbar machen. Die “Social graph”-Daten wie z.B. die Profile der Nutzer, deren Kontakte innerhalb des Netzes sowie ihre Aktivitäten auf der Plattform werden so zur Basis vollkommen neuer Anwendungen. Das können z.B. Business-Applikationen, wie Anbindungen an CRM-Systeme, Projektmanagement-Tools und To-Do Listen, aber auch vollkommen neue Mediaformate sein.

Einem Bericht der „New York Times“ zufolge sollen diese neuen Werbeformate erheblich effektiver sein, als gewöhnliche Werbung in sozialen Netzwerken: „Es ist noch früh, etwas zu sagen. Aber diese Anzeigen funktionieren sehr gut, während Anzeigen auf sozialen Plattformen generell wenig Wirkung zeigen“, so ein Mitglied aus dem Open-Social-Umfeld.

Bereits implementiert hat die Idee des Datenaustauschs übrigens Dirk Olbertz, der ex-Blogscout-Macher aus Bonn. Sein Projekt NoseRub nimmt die Kerngedanken der Open Social-Initiative bereits vorweg:

“Mit NoseRub soll ein dezentrales soziales Netzwerk ermöglicht werden, damit nicht Xing, StudiVZ und Lokalisten meine wertvollen Daten – nämlich meine Freundesbeziehungen – in ihren Händen halten, sondern ich selbst darüber bestimme, wer diese Daten bekommt und wer nicht. Und vor allem, dass ich diese Angaben nicht immer und immer wieder machen und pflegen muss.”

Auf dem NoseRub Blog kann man sich auch ein paar Videos und Interviews anschauen, um mehr über die Idee von NoseRub zu erfahren. Der elektrische Reporter hat das Team interviewt und auf dem BarCamp 2007 in Köln gab es zwei Sessions zum Themenkomplex, die man sich ebenfalls ansehen kann.


COMMENTS / 2 COMMENTS

[...] Media-Blog: Open Social – oder was Google und XING gegen Facebook tun wollen [...]

Google vs Facebook: Open Social statt Walled-Gardens « c/o operative added these pithy words on Nov 01 07 at 16:54

[...] kündigte Gross-Selbeck an, man möchte sich bei Xing auch weiterhin dem Projekt Open Social widmen: So soll mittels verschiedenen Programmierschnittstellen der Datenaustausch unter den [...]

Prospective » Blog Archive » Xing: Unternehmensseiten angekündigt added these pithy words on Apr 07 09 at 10:00

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Open Social – oder was Google und XING gegen Facebook tun wollen

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