Ich habe schon des öfteren darauf hingewiesen, dass Bannerwerbung eigentlich suboptimal ist. Eine besonders in Bezug auf Google viel nachhaltigere Werbeform ist der Kauf von Links. Textlinkanzeigen erhöhen gezielt die Besucherzahlen einer Website und steigern gleichzeitig die Relevanz bei den Suchmaschinen.

Google sieht derartige Maßnahmen zwar nicht gerne, aber trotzdem gibt es eine Fülle von Marktplätzen, die den Kauf und Verkauf von Links ermöglichen. Wir haben die wichtigsten für Sie besucht und geben konkrete Tipps und Hinweise, was bei der Nutzung derartiger Börsen zu beachten ist, um nicht in der Google Sandbox und damit im “Aus” zu landen.

Teliad ist ein Marktplatz für Textlinks, den Andreas Armbruster Mitte 2005 gegründet hat. Das Unternehmen bietet eine Plattform für die Textlinkwerbung mit direkten HTML-Links an. Teliad bietet nach eigenen Angaben mehr als 30.000 Textlinkplätze auf 4.000 URLs und 2.000 Websites an.

Armbruster beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Suchmaschinenmarketing und Suchmaschinenoptimierung. Linkbuilding ist für ihn einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren einer Website. Das hat ihn auf die Idee gebracht, einen Marktplatz für Textlinks zu schaffen.

Angst vor Google-Abstrafungen hat er nicht, denn diese seien nur aufgrund von Übertreibungen der Endkunden entstanden: “Wenn übertrieben vorgegangen wird, kann das hier und da durchaus zu Abstrafungen führen. Einen generellen Untergang der Textlink-Marktplätze oder des Textlinkhandels kann und wird es nicht geben.” (Quelle: Interview bei Selbstständig im Netz-Blog)
Der zweite grosse Linkmarktplatz ist Linklift. Christian Schagen hat LinkLift gegründet und zu einem sehr frequentierten Marktplatz ausgebaut. Die Buchung von Textlinks ist anhand von Qualitätsinformationen wie z.B. Anzahl Yahoo Backlinks, Links nach Pagerank und Alexa Ranking sehr transparent und effizient.

Angst vor Google herrscht hier schon: Chris Schagen von LinkLift hat z.B. einen Werbetreibenden gebeten, die Links zu Seiten bzw. Blogs auf denen er eine Platzierung erworben hat aus dem Kontext eines Blog-Artikels zu entfernen.

Diskretion spielt also im Linkkauf-Geschäft eine wichtige Rolle.

Ganz offiziell und mit großem Erfolg betreibt US-Marktführer TextLinkAds (TLA) sein Business. Über 20.000 Contentpartner verzeichnet das Netzwerk der Linkhändler aus New York City. Gegründet wurde TextLinkAds im Jahr 2003 von Patrick Gavin und Bill Fish.

Die Vergütung erfolgt für den Contentpartner auf Fixpreis-Basis: “TextLinkAds delivers link ads on top quality publisher sites and pays those publishers via a flat monthly rate per each link sold.”

Als Innovation hat das TextAdLinks-Team das Produkt “ArticleLinks”, eine Art bezahlten Journalismus’, entwickelt:

“Our ArticleLinks program is actually an article syndication service. We write an informational article related to the client’s site and then syndicate it to a list of websites that will pick up and publish the article.”

Im Vergleich von TLA und Linklift fiel verschiedenen Bloggern schon recht früh auf, dass man bei Linklift mehr verdient als bei TLA. Das lag zum einen an der niedrigeren Provision (”nur” 30% im Gegensatz zu den 50% von TLA). Aber auch an deutlich höheren Preisen von Linklift. Dies wurde schnell korrigiert, so dass die Verdienstmöglichkeiten mit Links sich einander angenähert haben.

Für Werbetreibende ist es sehr wichtig, den Linkkauf nicht zu übertreiben. Man sollte vor allem auf ein natürliches Linkwachstum achten. Daher empfehlen die meisten Anbieter ihren Kunden einen langfristigen und stetigen Linkaufbau zu betreiben. Die Anzahl der eingehenden Textlinks sollte langsam erweitert werden.
Auf keinen sollten innerhalb kürzester Zeit extrem viele Textlinks mit hohen PageRank-Werten gebucht werden. Geduld ist wichtig: die Anzahl Ihrer eingehenden Textlinks sollte nur langsam wachsen.

Sehr wichtig ist dabei auch eine breite PageRank-Streuung – nur einige wenige PR7, PR8 oder gar PR9-Links machen verdächtig.

Ausserdem sollte in jedem Falle sichergestellt sein, dass die Onpage-Faktoren der beworbenen Seite entsprechend optimiert und fehlerfrei sind. Teliad rät z.B. zu diesem Zweck gegebenenfalls Kontakt zu einem SEO aufzunehmen.


COMMENTS / ONE COMMENT

[...] offen betriebene Verkauf von Links scheint sich also zu rächen – und es wird wieder mal deutlich wie mächtig Google [...]

Media-Blog » Archives » PR-Downgrade - wie heftig Google den Linkkauf abstraft added these pithy words on Oct 25 07 at 13:41

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Links kaufen und verkaufen – die wichtigsten Marktplätze

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