Usability ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für eine Website, weil nur gebrauchstaugliche Websiten zu wiederholten Besuchern durch die User führen und neue User anziehen. Ein einmal enttäuschter User kehrt nur selten zu Ihrer Website zurück – eine Kernaussage in meinen Usability-Workshops und Business Coachings zum Thema “Usability”. Daher verdient das Thema eine besondere Bedeutung.
Der Web 2.0-Trend und die damit einhergehenden Rich Internet Application (RIA)-Technologien schaffen jedoch unmittelbare Probleme im Bereich Usability, die Webdesigner und Website-Betreiber schon bereits sehr früh und damit im Bereich der Konzeption berücksichtigen sollten.
Die dynamischen und schnellen Anwendungen stehen im krassen Widerspruch zu gelerntem Userverhalten, so das do it.online-Portal der MFG. Vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen kann der User die neuen Möglichkeiten zunächst nicht sofort erfassen und wird durch sie regelrecht überrascht:
“Die Tatsache, dass eine Seite inhaltliche Veränderungen durchführt, ohne dass der Benutzer einen Link oder Button geklickt hat, stört das gelernte Surfverhalten, bei dem sich der User daran gewöhnt hat, eine gewisse Zeit zu warten, bis ihm der Webserver das Ergebnis seiner Auswahl präsentiert. Er vertraut der Statusanzeige im Fuß des Browserfensters, die ihm signalisiert, dass gerade ein Datenaustausch stattfindet.
Möglicherweise glaubt der User gar nicht, dass er Seitenteile einfach verschieben oder bearbeiten kann. Zehn Jahre lang haben Webdesigner gepredigt, dass so etwas eigentlich nicht geht und nun hat die Szene einen harten Weg vor sich, den User vom Gegenteil zu überzeugen.” (do it.online)
Die Usability-Stolperfallen sind vielfältig :
- Automatische Formular-Erklärung
- Autocomplete
- Einzelne Interface-Elemente
- Drag-and-drop
- Inline-Scrolling/Scaling
- Inline-Editing
- Teil-Aktualisierung/Live-Filter
Im Rahmen eines PDF-Dokuments zum Thema wird das Problempotenzial hinsichtlich der Benutzerführung deutlich und anhand von guten und schlechten Beispielen demonstriert.
Die Optimierung der Usability von Web 2.0-Anwendungen sollte an drei Punkten ansetzen:
“Erstens muss der Benutzer die Funktionalität einer Anwendung und von Interface-Elementen klar erkennen können. Zweitens braucht der Benutzer ein wenig Zeit, um seine Konzentration der veränderten Darstellung zu widmen. Im Zweifel sollte man sogar eine „unnötige“ Verzögerung einprogrammieren. Und drittens muss die Benutzung ein klares, deutlich sichtbares Feedback abliefern. Merke: Aufmerksamkeit wird vor allem durch Farbe, Kontrast, Bewegung und das Gesetz der Nähe definiert.” (do it.online)
Eine echte Herausforderung für die Gestalter und Website-Betreiber liegt in der Abkehr vom Seitenparadigma. Vor allem die Frage wie die User-Interaktion in der Applikation gemessen werden soll, um zum Beispiel Werbeeinnahmen zu erzeugen, wird zu einem zentralen Thema.
Hier hat die Einheit „Seitenabruf“ heute noch klaren Vorrang, was sich aber aufgrund der technologischen Möglichkeiten des Web 2.0 sehr schnell ändern wird.
COMMENTS / ONE COMMENT
Media-Blog » Blog Archive » StudiVZ: Minus 18,3 % PIs aufgrund von AJAX added these pithy words on Sep 09 08 at 13:02[...] Usability kann aber auch durch AJAX negativ beeinträchtigt werden – dann drohen neben PI-Verlusten auch User-Verluste. Die Usability-Stolperfallen sind vielfältig : [...]
SPEAK / ADD YOUR COMMENT
Comments are moderated.


Recent Comments