Google ist mal wieder an Business-Intelligenz nicht zu überbieten. Jüngster Coup: nachdem sich Firmen wie Viacom mit Urheberrechtsklagen gegen Youtubes laxe Anti-Piraterie-Politik gewandt haben, hat Google nun reagiert und ein Filter-System installiert – das letztendlich aber nur der Kundengewinnung dient.

Denn bei der Identifizierung mittels der neuen Technik bindet Google geschickt die klagenden Medienkonzerne ein: sie müssen ihre Inhalte zur Verfügung stellen, damit der Internetkonzern dann einen digitalen Fingerabdruck jeder Datei speichern kann.

Die FTD beschreibt das weitere Vorgehen so: “Wenn Nutzer Videos hochladen, gleicht Youtube diese mit den vorliegenden Inhalten ab und meldet Verstöße gegen das Urheberrecht. Betroffene Unternehmen könnten die Videos blockieren – oder Werbung um den Clip platzieren lassen und an den Einnahmen teilhaben.”

Genial, oder? Denn Google hat so das Originalmaterial, kann den Kunden Summe X als Revenue Share anbieten und muss sein Business Model nicht ändern, sondern expandiert munter weiter.

So verstanden meint Google-Chef Eric Schmidt mit seiner Aussage, eine 100-prozentige Identifikation sei praktisch unmöglich, nur dass eine 100%-ige Abschlussquote unmöglich sei.

“Die Frage ist: Schaffen wir 80 oder 90 Prozent?” Genau das muss er wohl mit Blick auf die Rechteinhaber gemeint haben. Die geben derzeit monatlich Hunderttausende Dollar aus, um Urheberrechtsverletzungen auf Youtube zu finden – während Google munter weiter Geld mit der Aufmerksamkeit der User verdient.

Mich wundert es, dass da keiner der Rechteinhaber “STOPP” ruft und Youtube auf dreifachen Schadenersatz verklagt. Es kann doch nicht sein, dass Youtube Copyrightverletzungen offiziell nicht duldet, trotzdem Millionen von Videos unter fragwürdiger Rechtenutzung zu sehen sind und man nichts machen kann.

Irgendwo endet da mein Rechtsverständnis …


COMMENTS / 2 COMMENTS

[...] mit dem urheberrechtlich geschützte Inhalte bei Youtube schneller gefunden werden sollen – allerdings müssen dafür die Rechteinhaber ihr digitales Material zur Erstellung eines “Finge…. Keine beruhigende Vorstellung für die Rechteinhaber und letztendlich nur ein Trick zur Filterung [...]

Media-Blog » Archives » Copyright-Fairplay im Web 2.0 - eine Initiative ohne Google added these pithy words on Oct 22 07 at 16:05

[...] In Kampf zwischen Viacom und YouTube, der mit automatisch generierten Löschaufforderungen, automatisch generierten E-Mails und automatisch generierten Account-Löschungen ausgetragen [...]

Wie YouTube und Viacom Peraz Hilton verprellt haben added these pithy words on Dec 28 07 at 14:34

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Google, Youtube und das Urheberrecht: so filtert man Kunden

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