Google beendet sein Best-Practice-Funding-Programm im Jahr 2009. Agenturen erhielten bis dato bei Erfüllung diverser Vorraussetzungen (Umsatz, Qualifikationstests etc.) nicht nur das begehrte ,Google Advertising Professionals’-Logo sondern auch eine Rückvergütung zwischen 2,5-6%.
Eigentlich sind ja 15% üblich – nun sind es bald 0%, und man kann zunächst mal nach den Gründen fragen. Man wolle “keine Untergrabung des Auktionsmodells von Google” und es sei “nun der Zeitpunkt gekommen, ein vollkommen gleichberechtigtes Betätigungsfeld für alle Agenturen und Werbepartner zu schaffen.”
So steht es jedenfalls in der FAZ Online. Gleichberechtigt gilt aber scheinbar nicht in Bezug auf Google – denn der Online-Werbekönig lässt die Agenturen quasi am langen Arm verhungern setzt auf eine Marktbereinigung.
Die Agenturen müssen nun für die Mediaplanung und zeitaufwändige Keyword Kampagnen Pflege anderweitig eine Abrechnungsbasis finden – und dürfen dabei auch noch konkurrieren.
Google schert das alles nicht – denn 2010 gibt es sowie so keine Online-Mediaagenturen mehr … und Sumaphil.de kommentiert das Geschehen wie folgt:
“Ach, ist es nicht schön ein Quasimonopolist zu sein?“
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Media-Blog » Archives » Pro Sieben Sat 1 und RTL: 216 Millionen Euro Strafe für Share Deals added these pithy words on Oct 06 07 at 13:28[...] etc. aus – oder die Buchung geschieht gleich vollautomatisiert über ein Auktionsmodell. Google hat bereits angekündigt zum 31.12.2008 Schluss mit Agenturprovisionen und Agenturvergütunge… – und damit einen weiteren Schritt in die von mir oben skizzierte Richtung [...]
Media-Blog » Archives » WPP-Chef Martin Sorrell: Social Networks verschwinden bald wieder added these pithy words on Feb 01 08 at 13:12[...] Google wird auch WPP im Online-Media-Bereich irgendwann zur Randfigur degradieren – die 5,9 Mrd. Pfund die WPP heute noch macht, sind nämlich in Googles Balance Sheet nicht vorgesehen. Google zahlt nämlich keine Agenturvergütungen. [...]
Eric Kubitz added these pithy words on Sep 25 07 at 7:37Ach komm. Agenturen leisten doch (hoffentlich) mehr als nur das Buchen von Google-Adwords. Zumindest wird dir das jeder Agentur-Metarbeiter sagen. Es geht um Beratung, um Navigation um Reporting/Transparenz. Und wenn eine Agentur gute Leistungen anbietet, wird sie auch einen guten Tagessatz dafür verlangen.
Wenn ich als freier Berater einen Kunden z.B. hinsichtlich eines Tracking-Tools berate, will ich von ihm Geld – und nicht von den Betreibern des Tracking-Tools. Es wird zwar immer wieder angeboten, dass man eine Abschluss-Fee erhält. Aber, mal ehrlich: Wenn ich von einem Deal, den mein Kunde mit einem Dienstleister abschließt, eine prozentuale Beteiligung bekomme sollte es erstens mein Ziel sein, dass der auch weiterhin dort bucht und zweitens mögilchst viel. Und beides muss nicht im Sinne meines Kunden sein.
Ich weiß nicht, ob Google das im Kopf hatte, als sie die Provision gestrichen haben – aber ich finde das richtig…
eric
Frank Huber added these pithy words on Sep 25 07 at 11:59Problem ist nur, dass die Gewinne bei Tagessätze maximal linear wachsen und prozentuale Anteile eben bei gegebenem Kostenblock mehr Gewinn bringen. Denn der Aufwand der Erstellung eines Mediaplans ist bei höheren Etats tendenziell lohnender – und dazu kommen ja dann auch noch Rabatte, etc. die man aushandeln kann.
Ich wundere mich warum sich die Werbetreibenden und “Berater” da so klein gegenüber Google machen. Noch haben Sie die Macht über die Etats, das sollte man Google durchaus mal deutlich machen. So partizipiert nur Google – aber das scheint niemand zu stören – ich nenne das “Google blindness”.
René added these pithy words on Feb 06 08 at 22:56Womöglich ist G zu der Erkenntnis gekommen, dass wenn die Advertiser in Zunkunft ihre Kampagnen selbst planen sie mehr verdienen können, aufgrund weniger Wissen wie man die Klickpreise möglichst gering hält.
Frank added these pithy words on Feb 07 08 at 11:05Ein Schelm der so was Böses denkt
… ja, dass sich dadurch höhere Klickpreise durchsetzen lassen, das klingt einleuchtend. Die Klickpreise sind ja sowieso am steigen – und wenn dann noch die Agenturvergütung wegfälltm bringt das Geschäft noch mehr Gewinn. G braucht keine Mediaagenturen, G fährt mit Direktvermarktung viel besser – und G ist so mächtig, dass die Firma bald unersetzbar ist. So fehlt den Mediaagenturen der Zugang und G wird bald meine 2010 Vision in vollen Zügen auskosten können.
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