Social Networks sind ein massiver Trend – doch vielleicht heisst es für den Erfolg einzelner Networks bald: wie gewonnen, so zeronnen. Es geht also im Kern um ein Community Lifecycle Management und das von mir immer wieder postulierte User Lifecycle Management, das Dienste evolutorisch den Bedürfnissen der User anpasst und immer wieder aufs Neue entwickelt.

PaulinePauline hat mich mit ihrem Post “Sind Social Networks wie Nightclubs?” angeregt über die Managementfolgen und -strategien nachzudenken. Dabei sind zwei Vorgehensweisen prinzipiell möglich und zu unterscheiden.

Man kann für eine Kohorte / Altergruppe gleitend optimieren, also mit den Usern altern (d.h. von der Flirtsite zur Dating-Börse zur Scheidungsanwaltshotline) oder für eine immer gleich alte Altersgruppe immer neue Dienste entwickeln (z.B. stets die Zielgruppe 15-19 Jahre anvisieren), d.h. immer jung bleiben.

Beide Strategien verursachen bei der heutigen Webgeschwindigkeit enorme Lernschmerzen und Investitionsrisiken, wobei erstgenannte Strategie eher einfacher zu realisieren sein dürfte. Wie sagt Warren Buffet: “Ich kaufe nur Aktien von Firmen, deren Geschäft ich verstehe”. Man sollte aus diesem einfachen Grund auch nur Webdienste entwickeln, die man gerne selbst nutzen würde.

Einschränkend kommt natürlich hinzu, dass User selbst alternder Zielgruppen sich an den Features “hipper” Dienste orientieren und man prüfen muss, welche davon Sinn machen. Kreative Spielräume gibt es also genug – der richtige Mix macht dabei den Erfolg aus.

Sehr spannend ist dabei auch die Suche nach dem richtigen und aktuellen Geschäftsmodell – Reichweite oder Umsatz wurden als Ziele ja schon diskutiert. Schaut man über den großen Teich, dann führt momentan “Reichweite” als Ziel und auch StudiVZ als IVW No. 1 zeigt, dass viele heute an Traffic und erst morgen an die Monetarisierung denken.

Nach dem Motto: Holt euch die eyeballs und dann öffnet den Usern den Geldbeutel – oder den Werbetreibenden.

Firmen wie Seveload oder XING zeigen was in Bezug auf Monetarisierung möglich ist und welche sinnvollen Optionen es gibt. Sevenload wird übrigens nach eigenen Aussagen 2007 das umsatzstärkste Web 2.0 Unternehmen in Deutschland werden und voraussichtlich das einzige, das profitabel ist.

Das muss es auch sein, denn die “life span” eines Unternehmens wie angesichts des Modefaktors immer kürzer. Es sei denn es kann sich immer wieder neu erfinden oder immer neue Bedürfnisse erzeugen und profitabel bedienen.


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Unterliegen Social Networks Moden? Und was man dagegen tun kann …

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