Mathias Döpfner sieht die Zukunft des Journalismus (Er lebt!) optimistisch: Qualität wird sich durchsetzen. Bestimmt. Mein Urteil: so klingt Pfeifen im dunklen Wald. Die Erfolgsformel Döpfners lautet: “exklusive Neuigkeiten, eigenständige Meinung und begeisternde Sprache” – das seien die Ingredienzen für die Existenzgrundlage in der Zukunft.
Welch’ hehrer Anspruch, der Friede Springer bestimmt aus dem Herzen spricht – nur führt diese Strategie zum Erfolg?
Denn die tektonischen Plattenverschiebungen in der Medienwelt haben lange stattgefunden. Heute bestimmt vor allem Google, wer Traffic und Aufmerksamkeit kriegt.
Freie, kostenlose Information wird bevorzugt – alle User glauben daher, dass Inhalte stets kostenlos sein werden. Paid Content: mach’n Haken dran – sagt Robert Basic.
ePaper und eInk (marktreif seit 2003!) sind nette Spielereien hochbegabter MIT-Ingenieure. Vielleicht erbarmt sich das US-Verteidigungsministerium eines Tages und macht daraus ein mobiles, satellitengestütztes Landkartensystem für die Marines im Irak …
Wohin geht die Reise also?
Meine Antwort: Finger weg von der Contenterstellung! Google macht es vor.
Und wenn dann billig, bitteschön. Schlämmer-Blog, RTL Soaps, Alltags-/Reality-Shows (begleitende Beobachtung), etc. weisen den Weg.
Qualität ein überholtes Relikt alter Medien – das in Zeitungen und Bücher zelebriert wird. Für die zahlt man bekanntlich am Kiosk oder Buchladen. Hier zieht auch Döpfners Argument, dass sich Qualität durchsetzt – und seine stille Hoffnung, dass alles gut geht.
Doch im Hyper-Wettbewerb des Internets gelten ganz eigene Regeln und Gesetze. Manche – wie Murdoch – haben das schnell gelernt, andere nicht ….
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Media-Blog » Archives » Warum Googles Suchmaschinenkonzept angreifbar ist added these pithy words on Apr 05 07 at 15:04[...] Lösung die vielleicht auch das Qualitäts-Dilemma lösen könnte. Wenn Contents Preise hätten, dann könnte das im Rahmen der subjektiven [...]
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