Die Milliardengeschäfte von Google und die inzwischen (oft aufgrund von SEO) immer dürftiger werdenden Suchergebnisse rufen Mitbewerber auf den Plan. Wie die Times berichtet, steigt Wikipedia-Gründer Jimmy Wales in die digitale Suchmaschinen-Arena ein. Er möchte 2007 mit seiner Suchmaschine Wikiasari Google mächtig Konkurrenz machen. Die Aufmerksamkeitskarten könnten dadurch vollkommen neu verteilt werden.
Techcrunch berichtet ausführlich über die Hintergründe von Wikiasari und das von Jimmy Wales gegründete Unternehmen Wikia: “The new company will be the third business division of Wikia, the for profit company that Wales founded in 2005 and is now led by CEO Gil Penchina. The other two business units are the main Wikia wiki site itself, and the recently launched OpenServing product.
Wikia has raised over $4 million in capital, including a recent round by Amazon.”
Amazon ist jedoch offiziell nicht in das Projekt eingebunden. Wikiasari wird ein gewinnorientiertes Unternehmen sein, der größte Teil der Erträge soll aber an Wikipedia gespendet werden.
Die Herkunft des Contents ist klar: “Since all search results will be tied to wikipedia, either directly by linking to wikipedia content or because the sites are linked to from Wikipedia, real people will eventually be determining all search results and rankings within Wikiasari. The search engine will be opensource, and the index will be available under a GFDL. Wikia will operate the master version of the index, but others are free to take it under the terms of the GFDL.”
Wikiasari entspräche damit der Realisierung einer Web 2.0-Suchmaschine basierend auf eigenen Inhalten (”user-generated content”) und wäre somit quasi fast manipulationsfrei. Das Thema SEO dürfte damit auch gestorben sein – stattdessen dürfte die aktive Mitarbeit am Projekt Wikipedia einen ganz neuen Stellenwert und Anreiz bekommen …
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Media-Blog » Online-Shop-Erfolgsfaktoren: Kommt nach SEO nun SMO? added these pithy words on Jan 08 07 at 12:20[...] Denn Google bleibt trotz vieler alternativer Suchmaschine-Konzepte wie z.B. Wikiasari und YACY die dominierende Suchmaschine in Bezug auf das Online-Marketing der Shopbetreiber. Der Kauf teurer Adwords ist dabei jedoch immer gegen die Kosten eines SEO-Projektes abzuwägen – oft ist SEO effizienter. [...]
Media-Blog » Archives » Plant Jimmy Wales ein “Wiki-Facebook”? added these pithy words on Nov 18 07 at 11:48[...] Ein Screenshot, den Jimmy Wales auf einer Konferenz zeigte, reicht um Gerüchte um ein offenes Social Network aufkommen zu lassen. Bereits vor Monaten hatte Jimmy Wales Pläne für eine werbefinanzierte Wiki-Suchmaschine (mit dem Wikiasari) vorgestellt. [...]
Media-Blog » Archives » Googles Wikipedia-Konkurrent Knol will Autoren an Werbeerlösen beteiligen added these pithy words on Dec 17 07 at 11:32[...] Google wird Wikipedia zu mächtig, reihenweise belegt die Online-Enzyklopädie die ersten Plätze der Google-Suchergebnisse und Wikipedia-Chef Jimmy Wales denkt schon länger über eine (werbefinanzierte) Suchmaschine nach. [...]
Thomas added these pithy words on Dec 25 06 at 14:26Bis jetzt sieht die Wikiasari-Seite aber noch völlig unstrukturiert aus. Katastrophe. Wie soll daraus mal etwas werden?
Dr. Frank Huber added these pithy words on Dec 27 06 at 0:49Der Wikipedia-Content ist ja da und qualitativ gut – gepaart mit einer Lucene wird das technisch bestimmt einer gute Lösung.
David Eicher added these pithy words on Jan 02 07 at 18:06“Search Wikia” ist zwar mit Sicherheit eine gute Ergänzung zu klassischen Suchmaschinen. Ob es allerdings möglich sein wird, mit einem manuellen System die weiter wachsenden Datenmengen so aktuell und lückenlos zu erfassen, wie ein automatisierter Rankingalgorithmus, bleibt zu bezweifeln.
Die Bedrohung für Google wächst, meines Erachtens, aus einer anderen Richtung: nämlich aus dem Mobile-Sektor:
1., weil sowieso bald jedes Mobile-Equipment ein Computer sein wird und insofern die Karten für den “General-Searchservice” neu gemischt werden.
Und 2., weil die Mobil-Suche nach eigenen Gesetzen funktioniert. Denn anders, als bei der PC-Suche, bei welcher der Nutzer durchaus verschiedene Links zur Auswahl bekommen möchte, muss die Antwort eines Mobil-Suchdienstes gleich auf den Punkt sein: wegen des kleinen Bildschirmes sofort die zwei, maximal drei relevanten Ergebnisse liefern.
Wen’s interessiert, mehr dazu hier:
http://brainwash.robertundhorst.de/uncategorized/online-marketing-suchmaschinen-wettbewerb/
Dr. Frank Huber added these pithy words on Jan 03 07 at 9:49Ich würde der Mobile – Argumentation gerne folgen, sehe aber die derzeitige Mobil-Suche noch in den Kinderschuhen. Mein Handy habe ich bisher noch nie für eine Online-Suche mobil genutzt, das Notebook via WLAN schon …
Boogie added these pithy words on Dec 17 07 at 15:46Hier ist eine passende Nachricht zu diesem Thema:
http://www.netzwerk-des-wissens.de/NachrichtZusammenstellen_DB.php?nachricht_id=55Gibts schon ne Weile, könnte aber interessant sein
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