Kommerzielles Bloggen wird immer bedeutender: vor drei Monaten startete der US-Dienst PayPerPost – nun haben die Betreiber 3 Millionen U$ Venture Capital erhalten. Die beteiligten VCs Inflexion Partners, Villiage Ventures und Draper Fisher Jurvetson wollen damit mit aller Macht in die Blogszene einsteigen – Dan Rua von Inflexion und Michael Barach von Villiage Ventures werden Mitglieder der Geschäftsführung des Unternehmens.

Doch was macht den kontrovers diskutierten Dienst PayPerPost so interessant? Sein Einfluss in der Blogosphäre, denn Blogger die positiv über ein Produkt schreiben, erhalten von PayPerPost eine leistungsorientierte Entlohnung.

Bestechungsgeld quasi – denn die gekaufte Meinung soll andere Leser positiv beeinflußen und das Produkt “bewerben”. Bezahlte Mund-zu-Mund-Propaganda scheint also in Mode zu kommen – bleibt nur die Frage der Glaubwürdigkeit.

Doch das Geschäft lohnt sich scheinbar: “Some back of the envelope calculations based on numbers Ted disclosed in the podcast suggest that revenues after the first few months of operations have topped $100,000.” Not bad. Ameisen-Marketing scheint sich also zu lohnen. Vielleicht wandert der Markt ja bald in Länder mit niedrigen Löhnen und hoher Internetdurchdringung.

Dann heisst es bald nicht mehr: “Unser Callcenter in Indien … “, sondern “Unser Blogcenter in Indien …” kostet nur einen Bruchteil unseres bisherigen Budgets. Ein Alptraum für jeden Redakteur oder Journalist, v.a. wenn er auf deren Posts alle antworten will – das Prinzip der massiven Kommentarvergeltung könnte da in vollkommen neuer Form entstehen.


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Bezahlte Mund-zu-Mund-Propaganda: PayPerPost erhält 3 Millionen U$

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