So nun mal Butter bei die Fische. Ich habe mal recherchiert, was mit gut vermarkteter Werbung zu verdienen ist – es geht also um aktuelle TKP-Preise (in USA heisst das übrigens CPM Pricing).

Also fangen wir mal mit einem US-Beispiel an: Gizmodo, ein gadget blog bzw. gadget guide hat folgende Preise publiziert:

Graphic Ads – CPM Pricing.**

  • 728 x 90 IMU – (Top banner, above site logo) – $8 CPM
  • 300 x 250 IMU – (Rectangle, within editorial, between 4th and 5th posts) – $10 CPM
  • 160 x 600 IMU – (Skyscraper, right sidebar) – $8 CPM
  • 160 x 160 IMU – (Button, right sidebar) – $6 CPM

Das deutsche Medium BILDblog (seit April exklusiv vermarktet von einem Berliner Vermarkter) liegt da etwas höher bei den Preisen: zwischen 16,50 Euro und 38 Euro.

Die aktuellen Heise online-TKPs liegen zwischen 20 und 70 Euro, als klassisches Online-Medium liegen die Heise-Preise also etwas höher als bei den beiden vorher genannten.

Als kleine Beispielrechnung (so rechnen Agenturen): 2.243 Impressions die Wirres.net gestern hatte sind bei 30-40 Tagen Standzeit seiner Opel-Motorvisions-Story ca. 100.000 PI, macht ca. 1.650-7.000 Euro Werbewert. Dazu kommt noch der Image-Effekt bzw. die gestiegene Markenbekanntheit und ggf. eine erhöhte Erstkaufrate, sprich ein höherer Marktanteil.

Hinzuzurechnen ist auch noch die Berichterstattung über seine Aktion, die ja auch Tausende von PI nach sich zieht. Virales Marketing ist ein Buzzword, aber es rechnet sich.


COMMENTS / 13 COMMENTS

[...] hehe, letzte Zeit kam ja mit dem Wirken von Frank Huber (Stichwort Blogvermarktung, ColdCall) – mittlerweile hat er sein Blog, da ich ihm nach dem Bruhaha wärmstens empfohlen hatte, eines aufzutun, um in die Blogosphere selbst einzutauchen, um sich ein eigenes Bild zu machen – erneut das Thema auf, wie sich Blogs überhaupt vermarkten lassen. Greifen wir in diesem Bezugsrahmen einen seiner Artikel auf: TKPs aktuell: Vermarktungs- / Media-Preise Und vergleichen die Aussagen dort, dass das klickbasierende Google AdSense-System schlechter abschneidet als ein Vergütungsmodell auf der Basis “pro 1.000 Bannereinblendungen bekommst Du X Euro” entspricht dem Wording “TKP = X Euro”. [...]

Basic Thinking Blog » Google AdSense versus TKP added these pithy words on Aug 22 06 at 16:56

[...] Es ist schon seltsam, wie TKPs variieren können. Wenn man die offiziell publizierten, aktuellen TKP-Preise ansieht, könnte man denken, die Welt sei in Ordnung. Schaut man sich aber mal genauer um, dann findet man Erstaunliches. [...]

Media-Blog » Performance Marketing und die TKP-/CPC-Resterampe added these pithy words on Aug 29 06 at 23:48

[...] des Online Werbemarktes: Zahlen des BVDW – Vergleichspreise TKP/CPM: Eine leider schon 2 Jahre alte Zusammenstellung hier – Vermarkter von Seiten: Die größten Vermarkter in der AGOF, oder eine Liste der großen [...]

Internetnutzern und der Online Werbemarkt in Deutschland oder: Wo find ich gute Zahlen? at elektrischau added these pithy words on Oct 08 08 at 18:44

10.000 Besuche. TKP=30 Euro. Das macht nach meiner Rechnung nur 300 Euro. Aber in jedem Fall mehr als die vielleicht $ 20, die man von adsense bekommt. Rechnen wir mal: 4 Wochen Opelblogger = 60.000 Visits. Bei 30 Euro TKP sind das 1800 Euro. Und das in real Money und nicht für 1200 Euro, mit denen man noch den Sprit, Spesen und Knöllchen zahlen darf.

Tim added these pithy words on Aug 21 06 at 15:49

Danke – Tim fürs Nachrechnen. Deine Rechnung stimmt und meine jetzt auch. Klar, vor allem wenn man mit nem OPC ein bißchen schneller unterwegs ist. 240 PS – mehr als der Golf GTI. Mal sehen wer den neuen R32 mit 250 PS dann testen darf. Schön wären auch “Duelle” der beiden. Wer ruft VW an?

Frank Huber added these pithy words on Aug 21 06 at 16:37

Bei der Agentur, die bildblog vermarktet steht: Bildblog, 1,1 Mio. monatliche Visits. Wie wird das gerechnet? Das hiesse ja 20.000 Euro Umsatz für ein Banner pro Monat (bei 20 Euro TKP)? Ist das richtig? Davon bekommt die Agentur auch noch einen Teil (wieviel?) Aber nicht schlecht…, da bleiben doch ein paar Euro hängen. Für Journalistenverhältnisse sogar fürstlich.

Tim added these pithy words on Aug 21 06 at 17:49

Tim, ich stelle Dich ein – als Mediaplaner. 20.000 Euro stimmt, die so genannte Agenturvergütung/-provision macht üblicherweise 15%, also 3.000 Euro. Zwei Dinge darf man nicht vergessen: die Ausbuchung dürfte im Schnitt bei 30-50% liegen – der Rest wird über Rotation verramscht. Eigentlich ist sowieso nur die Startseite, als Filetstück interessant. Aber Blogger besuchen ja im Schnitt nur 1,5-2 Seiten, d.h. die Burn rate ist nicht so hoch. Man erreicht also viele Unique Visitors fürs Geld. Ach so, noch was: viele Vermarkter rabattieren stark – bis zu 50% oder geben Naturalrabatt, Skonto ist sowieso üblich. Klassischerweise bleiben also vielleicht 5000-10.000 Euro. Aber wie gesagt: wir haben ein verdammt starkes 4. Quartal (Q4) vor uns und da wird sicherlich die eine oder andere Site ausgebucht und geht mit 14.500 Euro in o.g. Fall nach Hause. Das macht dann wirklich Spass – hab’ ich alles schon erlebt … und wenn dann der Kunde noch stimmt und Dein Image hochzieht um so mehr.

Frank Huber added these pithy words on Aug 21 06 at 18:17

Braucht noch jemand spitze Bleistifte für das Team-Meeting heute abend? :-) … Ich sehe schon die Köpfe rauchen bei den Topbloggern. Doch bei dem ganzen Spielchen fehlt ein Element, das ich noch nicht verraten habe …

Frank Huber added these pithy words on Aug 21 06 at 20:24

Herr Huber, ich glaube sie sehen da einen Goldrausch wo keiner ist und empfehle Ihnen die lektüre dieses Artikels bei Herrn Lumma: http://lumma.de/eintrag.php?id=2893 . Bei Ihnen wird der Anschein erweckt, als ob die Blogger nur noch Verträge unterzeichnen müssten und schon kommt das Geld eimerweise aufs Konto. So ist es nicht, glauben Sie mir!

Mainbube added these pithy words on Aug 22 06 at 18:04

die preise sind mehr als fahrlässich diese hier so unkommentiert stehen zu lassen. wollen wir erstmal festhalten, dass heise eine weit verbreitete und darüber hinaus qualitative seite ist – im vergleich zu einem blog also vielleicht 100 mal attraktiver. entsprechend könnte ein blog-betreiber nie annährnde werte verlangen. auch der bildblog ist hier eher ein schlechter vergleich, schließlich steht hinter dem namen BILD schon ein claim den [hier kleine nobody-blog eintragen] nicht hat. insofern schmilzt der tkp schonmal auf vielleicht 1 bis 3 EUR (wenn überhaupt). aber jetzt kommt der finale dolchstoß dazu: die auslastung an tkp-kampagnen beträgt selbst bei großen vermarktern maximal 20% (eher weniger) – der rest ist CPC zwischen 20 und 50 Cent (eher 20 als 50). und der zweite dolchstoß: von den preisen gehen nochmal 15% AE (agenturprovision) und 50% rs (vermakrterprovision) ab. damit kann man sich selbst ausrechnen, dass ein blog mit vielleicht 100.000 Pi/Monat nur in den seltensten fällen wirklich in den dreistelligen bereich kommen dürfte.

hans added these pithy words on Nov 10 06 at 16:23

Nunja, die Preise sind trotzdem bei Heise sehr teuer. Dennoch gibt es Blogs die auch gute Werte erreichen.

Alexander added these pithy words on May 06 08 at 22:04

Und inzwischen purzeln die Preise wieder kräftig. Bin mal echt gespannt, wie sich die Preise in nächster Zeit verändern werden.

Jens added these pithy words on Mar 17 09 at 17:57

Der theoretische Preis-Tiefpunkt ist Null. D.h. es wird darauf ankommen, wohin sich die Buchungen verlagern und wie sich die Struktur der Etats zusammensetzt – hier wird es sicher einige nette Verschiebungen geben, wobei alle Themen die transaktionsnah sind, profitieren werden. Google macht es heute schon vor, in dem es die Keywords einfach versteigert. Die teuersten Keywords sind dabei nicht “News” sondern eher “Private Krankenkasse” o.ä. …

Frank Huber added these pithy words on Mar 21 09 at 15:17

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TKPs aktuell: Vermarktungs- / Media-Preise

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